Glockendispositionen

Reinmelodische Dispositionen
Gloria-Motivc' - d' - f'
Te-Deum-Motivd' - f' - g'
Pater-Noster-Motivc' - d' - e'
Tetrachord-Motivc' - d' - e' - f'selten
unterbroch. Ganzt.-Motivc' - d' - f' - g'selten

Reinharmonische Dispositionen
Durdreiklangc' - e' - g'
Molldreiklangc' - es' - g'weniger gut
Quartsextakkorda' - d' - f'
c' - f' - a'
Terzsextakkordc' - e' - a'
e' - g' - c''

Melodische Dispositionen sind vorzuziehen. Vollkommene Geläute bieten nur die harmonisch-melodischen Dispositionen

harmonisch-melodische Dispositionen
Parsifal-Motiva - c' - d' - f'Verbindung des Gloria-Motivs mit dem Te-Deum-Motiv
Salve Regina-Motivc' - e' - g' - a'
Präfations-Motivd' - f' - g' - a'
mel. ausgefülltes Dur-Motivc' - d' - e' - g'
ausgef. Salve-Regina-Motivc' - d' - e' - g' - a'
Idealsextetta - c' - d' - f' - g' - a'aus dem Parsifal-Motiv abgeleitet
Verschmelzung Salve-Regina/Präfations-Motiva - c' - d' - e' - g' -a'

Das melodische Motiv
Es besteht meistens aus Ganztönen: da die Geläute keinen grossen Tonumfang, Ambitus, haben, vermeidet man Halbtonschritte. Melodische Dispositionen sind solche, die keine Harmonie oder einen Akkord erzielen möchten, z.B. die Tonfolge c-d-e.

Das harmonische Motiv
Die einzelnen Schlagtöne sollen eine Melodie oder einen Akkord, zum Beispiel einen Dreiklang, ergeben. Das können Dur- oder Molldreiklänge sein. Da grosse Terzen in der Glockenmusik sehr trübe klingen und nicht zuletzt auch, weil sich das Ohr daran gewöhnt hatte, bevorzugte man stets die kleine Terz. Es kam die Forderung nach einem „terzreinen“ Geläute auf, was zu verminderten Dreiklängen und alterierten Septakkorden führte und somit auch unweigerlich in die Dissonanz. Ob man Dur- oder Molldreiklänge verwendet ist letzten Endes ist es allerdings Geschmackssacke.

Einige Motive zum Beispiel aus gregorianischen Chorälen, haben Namen erhalten. Das muss aber nicht heissen, dass man es im Geläute klar erkennt, sondern nur, dass die Verwendeten Töne, bzw. deren Reihung verwendet wurden.

Pentatonische Leitern (eine Quintenkette, z.B. f-c-g-d-a, aneinandergereiht: c-d-f-g-a) sind wegen ihrer Halbtonlosigkeit sehr beliebt




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