Die St. Petersglocke

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Die St. Petersglocke ist mit ihrem Gewicht von 24.000 kg die größte freischwingende läutbare Glocke der Welt. Sie befindet sich in 55m Höhe in der Glockenkammer im Südturm des Kölner Doms.

Der Auftrag zum Guss der St. Petersglocke wurde im März 1922 vom Kölner Metropolitankapitel an den Glockengießer Heinrich Ulrich vergeben, da dieser es als einziger Glockengießer wagte, den europaweit ausgeschriebenen Auftrag anzunehmen. Der Guss erfolgte erfolgreich am 5. Mai des Jahres 1923 in Apolda. Der Schlagton der St. Petersglocke ist ein reines C.

Die Schmuckinschrift auf der St. Petersglocke lautet:
    St. Peter bin ich genannt
    geboren aus deutschem Leid
    ruf' ich zur Einigkeit!
Vom Guss bis zum Transport nach Köln sollte jedoch noch über ein Jahr vergehen, denn aufgrund der Inflation war der Transport zunächst nicht zu bezahlen. Die Glocke erreicht den Kölner Dom am 14. November 1924. Bei ihrer Weihe am 30. November 1924 bezeichnete der Kölner Erzbischof Karl Joseph Kardinal Schulte sie als die "deutsche Friedensglocke", was von vielen als eine Anspielung auf die 1918 zu Kriegszwecken eingeschmolzene Vorgängerglocke verstanden wurde. Von Kölnern wird die St. Petersglocke liebevoll als D'r decke Pitter bezeichnet.

Die St. Petersglocke wird nur zu besonderen Anlässen und an hohen kirchlichen Feiertagen geläutet. Dazu gehören zum Beispiel die Geburt Christi und der Jahreswechsel, aber auch der Tod eines Erzbischofs von Köln oder der Tod eines Papstes, sowie die Wahl eines neuen Erzbischofs von Köln oder eines neuen Papstes. Ebenso verkündete die St. Petersglocke über den Ruinen der Stadt Köln 1945 das Ende des 2. Weltkrieges, sowie im Jahr 1990 die Wiedervereinigung Deutschlands. Im Durchschnitt wird die St. Petersglocke achtmal im Jahr geläutet.

Daten:
MaterialBronze
Durchmesser 322 cm
Schlagringstärke 227 mm
Gewichtetwa 24000 kg
Schlagtonc
34 Anschläge/Minute





stpeterkoeln.txt
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