Kirchenrecht

Kirchen und öffentliche Kapellen haben ein Recht auf Glocken (cc. 1169 1191 § 1), um die Gläubigen zum Gottesdienst einzuladen und an herkömmlichen Stunden zum Gebet aufzurufen. Radiophonischer Ersatz ist nicht erlaubt (SC Rit. v. 27. 11. 1941: Sartori E 241). Als Zubehör der Kirche stehen die Glocken regelmässig im Eigentum der Kirchenstiftung. Über ihren Gebrauch hat allein der zuständige kirchl. Obere zu befinden (c. 1169 § 3). An allen Tagen an denen ein Leichengottesdienst verboten ist, darf auch kein Trauergeläute stattfinden (SC Rit v. 21. 10. 1927: AAS 19 [1927] 281). Zu weltlichen Zwecken können Glocken ausnahmsweise gebraucht werden, wenn ein allgemeiner Notstand es erfordert, wenn der Ortsoberhirt eine besondere Erlaubnis gegeben hat, wenn eine rechtmässige Gewohnheit besteht, wenn eine gebilligte Stiftungsbestimmung es verlangt (c. 1169 § 4).



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